Impressionen der Benefizsuppe im Kapitelsaal 2025

Zum traditionellen Benefiz-Suppenessen im Kapitelsaal kamen am 7. März neben Erzbischof Franz Lackner, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Vertreterinnen der Katholischen Frauenbewegung Salzburg auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Kirche, Politik und Gesellschaft zusammen. Auf die rund 150 Gäste warteten drei verschiedene Suppen: Hot Pot vom heimischen Ingwer mit Kokos (zubereitet von Haubenkoch Didi Maier mit seinem Team), Krautsuppe nach Rezept des Hauses (zubereitet von Schülerinnen und Schülern der Landesberufsschule Obertrum) sowie eine Gemüse-Dinkel-Fastensuppe nach Hildegard von Bingen, zubereitet von Schülerinnen des 2. Jahrgangs der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe des Ausbildungszentrums St. Josef. Sie bereicherten das heurige Benefizsuppenessen weiters mit liebevoll gebackenen Fastenbrezen, ein erstmaliges Ereignis und eines der Highlights des Tages!

Haubenkoch Maier: „Es ist eine große Ehre für mich, dieses Benefiz-Suppenessen begleiten zu dürfen, da ich so eine lange Familientradition fortführen kann. Meine Mutter begann im Jahr 2000 mit dem Kochen der Suppe und ich darf nun ihr Nachfolger sein“. Für den Service sorgten Studierende des „Institute of Tourism & Hotel Management“ der Tourismusschulen Salzburg.

Frauen in Kolumbien im Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit

Das Benefiz-Suppenessen ist Teil der Aktion Familienfasttag, die sich in diesem Jahr mit der Klimaungerechtigkeit im globalen Süden beschäftigt. Der Fokus liegt auf Kolumbien, wo Ausbeutung und Zerstörung von Umwelt- und Lebensraum zur Klimaungerechtigkeit beitragen. „Wer Klimagerechtigkeit ernst nimmt, achtet auf allen Ebenen darauf, allen Menschen eine lebenswerte und gerechte Grundlage zu ermöglichen. Schaffung von Frieden, gesellschaftlichem Wandel und Schutz von Umwelt und Lebensraum sollten dabei höchste Priorität haben“, sagt die kfb-Vorstandsvorsitzende Michaela Luckmann. Erzbischof Franz Lackner teilte in seinem Grußwort eine persönliche Geschichte aus einer Reise mit Jugendlichen nach Brasilien. „Das Ausmaß der Zerstörung des Regenwaldes und der verlassenen Fabriken in den Gegenden, in denen wir unterwegs waren, war schockierend. Dennoch kommen die Indianerinnen und Indianer, die dort waren, jedes Jahr zurück, weil ihre Toten dort begraben sind.“ Er fügte hinzu, dass die dort ansässigen Franziskaner es nun gemeinsam mit den Stämmen geschafft haben, dieses Land wiederzubekommen. Ein Zeichen dafür, was beherztes Engagement bewirken kann. Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf betonte die Wichtigkeit des Benefiz-Suppenessens, da so gelebte Solidarität ein Gesicht bekommt und hob an dieser Stelle auch die Frauen mit ihrem Einsatz für das Gute hervor.    

„Wir sind nicht allein. Wir sind viele“

Unter diesem Motto arbeitet die Organisation „Sercoldes“, die sich in Kolumbien seit mehr als 50 Jahren für Frauenrechte und Klimagerechtigkeit einsetzt. Sie organisiert in einer nach wie vor patriarchal geprägten Gesellschaft Seminare und Workshops zu Frauenrechten, Gleichberechtigung, Friedenssicherung, Umweltschutz und fördert den Austausch unter den Frauen. Kolumbien gilt als sehr gefährlich für Umweltschützerinnen/schützer. 79 von ihnen wurden nach Angaben des Global Witness Report im Jahr 2023 ermordet. Die Aktivistinnen und Aktivisten werden von der Katholischen Frauenbewegung in ihrer Mission unterstützt. Die Spendeneinnahmen der Benefiz-Suppenessen in Salzburg und Tirol und den zahlreichen anderen Suppen und Suppen-to-go, die in den Pfarren der gesamten Erzdiözese veranstaltet werden sind dafür ein wichtiger Beitrag.

Wenn Sie das Projekt unterstützen wollen, können Sie gerne unter diesem Link spenden: www.teilen.at/spenden

 Margareta Walder-Grabner

Auszüge aus Berichten von Samuel Kinne, Amt für Kommunikation der EDS und Rupertusblatt

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Impressionen der Benefizsuppe im Kapitelsaal 2024